Familie Zboromski

Die Familie Zboromski –

Von Culm bis Berlin

Auf Familie Zboromski sind wir durch die Postkartensammlung des Uropas der Einen aufmerksam geworden. Die erste Ehefrau von Gustav Peschke, Frieda Holz, hatte sich des öfteren mit einer gewissen Frieda Zboromski aus Berlin SO 36 geschrieben – nicht immer für alle lesbar. Aus dem Inhalt der Karten haben wir geschlossen, dass die beiden Friedas eng miteinander befreundet waren und sich immer mal wieder getroffen haben. Auch wenn Frieda Z. sich häufiger beklagte, dass man sich so lange nicht mehr gesehen hätte.

Frieda und ihre Verwandten

zboromski
 
Auguste Franziska Frieda* wurde am 6. Januar 1894 als viertes Kind des Schutzmannes Johann* Adalbert Zboromski und der Wilhelmine Helene Auguste Emilie* Franke in Berlin-Louisenstadt geboren. Ihr Vater kommt ursprünglich aus Culm in Westpreußen und ihre Mutter aus Frankfurt / Oder, wo die beiden am 27. September 1888 auch geheiratet haben.
Frieda hatte drei Geschwister, die das Kindesalter überlebt haben. Dies waren ihre Brüder Johann Carl Leo Paul*, Karl Reinhold Hans* und Gustav Karl Erwin*.

Friedas Leben in Ansichtskarten

Wir vermuten, dass Frieda Z. und Frieda H. sich vor 1908 kennengelernt haben. Aus dieser Zeit stammt eine der ersten Karten der beiden. Abgesehen vom Inhalt illustriert diese Karte sehr schön die gebräuchliche Mundart dieser Zeit:

Liebe Frieda!
Am diesen Sonntag erwarte ich dich für ganz bestimmt. Solltest du nicht können, so schreibe doch bis spätestens Sonnabend bescheit. Es würde mich sehr freuen, wenn du würdest kommen. Bis dahin sei herzlich gegrüßt von
deiner Freundin Frieda.

Wie sich Frieda und Frieda kennengelernt haben… dazu haben wir einige Theorien entwickelt.
Zum Beispiel waren beide zwischenzeitlich bei Familie Kretschmer in Adlershof in Diensten. Eine andere Möglichkeit wäre, dass eine Tante von Frieda Z. in Adlershof gewohnt hat. Da Frieda H. in Adlershof gewohnt hat, könnten sie sich dort über den Weg gelaufen sein. Außerdem waren beide Friedas mit Walter Deicken, dem Stern aus Neukölln, befreundet.
Apropos Walter Deicken: Wir vermuten außerdem, dass Frieda Z. und Walter liiert waren, da sie (soweit wir aus den Karten wissen) auch Zeit ohne die gemeinsamen Freunde verbracht haben. Beispielsweise waren sie zusammen auf einer Pfingstpartie oder sind in ihr Stammlokal in Berlin SO 36 gegangen. In einigen Karten fragt Walter auch nach „seiner Frieda“. Leider verstarb Walter im Ersten Weltkrieg.


Durch das erahnen wissen wir, dass Frieda Z. am 17. August 1925 Georg Goldsche geheiratet hat. Über ihr weiteres Leben ist uns leider nichts weiteres bekannt. Sie starb 1964 in Berlin-Köpenick.
 

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