Otto Kuester – Der Filou

Otto Kuester

kuester

Der Uropa der Einen

Otto Franz Kuester wurde am 11. April 1898 im Ortsteil Tiergarten des heutigen Bezirks Berlin-Mitte geboren. Er war der erste gebürtige Berliner der Familie Kuester. Seine Eltern waren der aus Lubetzko, Kreis Lublinitz in Schlesien stammende Franz Joseph Kuester (Koscielny) und die aus Groß Schwentischken, Kreis Stallupönen in Ostpreußen kommende Anna Wilhelmine Weißenfeld. Zwei Jahre später bekam Otto eine Schwester namens Charlotte Marie Martha Kuester, womit die Familie komplett war.

Jugendjahre

Über Ottos frühe Jugendjahre ist, wie so oft, nischt bekannt. Sicher ist aber, dass er eine Ausbildung zum Schlächter abgeschlossen hat. Kurz nach seinem 17. Geburtstag verstarb sein Vater unter ungeklärten Umständen. Somit war er wahrscheinlich ab diesem Zeitpunkt der Ernährer der Familie.

Die Ehen und Liebschaften des Otto Kuester

Hochzeitsfoto von Otto Kuester und Frieda Becher 1919
Hochzeitsfoto von Otto Kuester und Frieda Becher 1919

In den ersten Ehehafen lief Otto am 30. Mai 1919 ein, als er die aus Oberaffalter in Sachsen stammende Selma Frieda* Becher ehelichte. Aus dieser Ehe entstammt der Opa der Einen, Heinz* Otto Kuester. Er blieb das einzige Kind des Paares. In dieser Zeit machte Otto seinen Meister des Fleischereihandwerks und gründete in der Hauptstraße 1 in Berlin-Lichtenberg sein eigenes Geschäft.
Über die weiteren Ehejahre von Otto und Frieda ist uns nichts bekannt. Es macht jedoch den Anschein, dass Otto nicht nur beruflich fleischlichen Gelüsten zugetan war. Somit kam es vermutlich durch die Geburt einer unehelichen Tochter von Otto Kuester und Hilgegard K. im März 1942 zur Scheidung des Ehepaares. Er ließ sich wiederum nicht viel Zeit, eine neue Gespielin zu finden und sie im April 1942 zu heiraten. Mit ihr bekam er zwei Töchter. Frieda hat ihrerseits ihr Glück bei Gustav Peschke gefunden und sie verlebten mindestens noch schöne 30 Jahre miteinander.
 
Otto Kuester Stempel Fleischerei

Ottos ungeklärter Verbleib

Otto war während des Zweiten Weltkriegs Obergefreiter in der Verwaltungs-Truppen-Ersatz-und-Ausbildungs-Abteilung 3 in Wien. Unser bisheriger Wissensstand ist, dass Otto im April 1945 zum letzten Mal mit seiner Familie in Berlin bzw. seiner Schwester in Ahlbeck Kontakt hatte und seitdem vermisst wird. Nach den Schilderungen des DRK Suchdienstes in München wird vermutet, dass er gefallen ist. Seine Mutter und seine Schwester haben seinerzeit beim DRK mehrere Suchanträge gestellt, die alle ergebnislos blieben und vermuten ließen, dass Otto tatsächlich gefallen ist. Ebenso haben wir im letzten Jahr einen Suchantrag beim DRK gestellt, haben allerdings nur erfahren, dass es keine neuen Erkenntnisse zu seinem Verbleib gibt. Womöglich wird sich dieser auch nicht mehr aufklären lassen…