Unsere Anfänge beim ERAHNEN

erahnen for beginners –

Oder: Aller Anfang ist schwer

Beim erahnen war es bei uns beiden am Anfang so, wie bei allem, was man neu anfängt: Man ist hoch motiviert und freut sich darauf, endlich richtig loszulegen, in Archive zu fahren und spannende Sachen über die Ahnen zu erfahren. So ging es uns vor unserem ersten Besuch im Landesarchiv Berlin – vor allem, als wir erfahren haben, dass es dort PCs gibt, mit denen man (wie wir fälschlicherweise annahmen) einfach Namen und Orte eingibt und die Ergebnisse präsentiert bekommt. Das war rückblickend vielleicht etwas blauäugig… oder auch sehr.
Jedenfalls kamen wir im Archiv an, schlossen unsere Sachen im Spind weg und…
mussten noch warten. Wir setzten uns in der Eingangshalle an einen Tisch, an dem schon eine Frau saß.

Wohl dem, der eine Martina kennenlernt

Die Frau am Tisch beäugte uns ein, zwei Sekunden lang. Sie sprach uns an, da sie uns gleich als Greenhorns entlarvt hatte. Uns war nicht klar, wie sie das so schnell hatte merken können, aber unser dünner Ordner mit den wenigen Informationen über unsere Familien hatte uns verraten! Wiederum erkannte die Eine die Frau am Tisch nach einigen Minuten Gespräch als Martina Rohde. Während des erahnens im Internet war die Eine auf der Seite des BGG Roter Adler, auf der Martina als aktives Mitglied an mehreren Stellen erwähnt wurde. Es war sowieso ein großer Zufall, dass wir uns getroffen haben, denn es war nicht Martinas üblicher Besuchstag im Landesarchiv.
Da noch ein paar Minuten Zeit waren, bis der Lesesaal des Archivs seine Pforten öffnete, erklärte uns Martina das Procedere im Landesarchiv. Und was sollen wir sagen: So hatten wir uns das nicht vorgestellt! Sie sprach davon, dass man Findmittel nach Rep-Nummern durchsuchen muss und dazu sowohl das passende Standesamt als auch die Urkundennummer braucht. Wir wollen an dieser Stelle ganz ehrlich sein: Wir waren verzweifelt. Und wäre Martina nicht da gewesen und hätte uns an die Hand genommen, wären wir so schnell nicht wieder zurückgekommen.
Als der Lesesaal geöffnet war, ging Martina mit uns direkt an einen der PCs und erklärte uns ausführlich, wie die Suche funktioniert und worauf man achten muss. Zwischenzeitlich haben wir alleine weitergesucht, aber Martina kam immer mal wieder vorbei, um zu sehen, wie wir mit unserer Suche vorankommen. So konnten wir ein, zwei Akten zum nächsten Tag bestellen.
Gegen Mittag kam Martina zu uns und lud uns ein, mit ihr und ein paar Mit-erahnern eine Pause zu machen. Wir gingen gerne mit und trafen so unter anderem zum ersten Mal Heiko Klatt.

Mit vollen Händen nach Hause

Während wir zusammen saßen und einen Kaffee tranken, unterhielten wir uns mit Martina über die Familien und Personen, die wir im Archiv suchen. Glücklicherweise ist ihr Spezialgebiet Köpenick. So ergab es sich, dass sie bei Nennung des Namens Peschke hellhörig wurde und in ihren Unterlagen über Köpenick direkt fündig wurde. Dieser Fund war Gustav Peschke, der Uropa der Einen. Sie hatte Gustavs erste Ehe als Eintrag in ihren Unterlagen. Wir waren überglücklich, dass wir unerwarteterweise doch noch mit neuen Informationen nach Hause gehen konnten.


Nachdem wir lang und breit von unserem ersten Tag im Landesarchiv Berlin erzählt haben, wollen wir noch etwas loswerden:
Einen riesengroßen Dank an Martina! Wärst Du damals nicht im Archiv gewesen, könnten wir heute immer noch nicht auf eigenen Beinen stehen und so erahnen, wie wir es tun. Wir freuen uns jedes Mal, wenn wir dir beim erahnen in Archiven über den Weg laufen und dass Du uns immer noch mit Rat und Tat zur Seite stehst.
 

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